Zum 1. Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn von aktuell 13,90 Euro auf 14,60 Euro. Dies wirkt sich auf geringfügig entlohnte Beschäftigungen (sogenannte Minijobs) aus: auf die Geringfügigkeitsgrenze, die Jahresentgeltgrenze, das gelegentliche Überschreiten der Grenze und die beitragsfreie Familienversicherung.
Die Geringfügigkeitsgrenze steigt im Zuge der Mindestlohnanpassung aufgrund ihrer Dynamisierung (Kopplung an den Mindestlohn) ab Januar 2027 von 603,00 Euro pro Monat auf 633,00 Euro pro Monat. Bei einer Beschäftigung, die mindestens zwölf Monate durchgehend besteht und in jedem Monat vergütet wird, ergibt sich damit 2027 eine Jahresentgeltgrenze von maximal 7.596,00 Euro.
Im Rahmen des gelegentlichen unvorhersehbaren Überschreitens der Geringfügigkeitsgrenze (§ 8 Abs. 1b SGB IV) gilt als maximal möglicher Verdienst in den beiden möglichen Monaten der Überschreitung ab dem 1. Januar 2027 jeweils 1.266,00 Euro. Ein Minijobber darf also grundsätzlich 7.596,00 Euro über 12 Monate (Regelfall) und in begründetem Ausnahmefall höchstens 8.862,00 Euro im Jahr verdienen.
Die neue Geringfügigkeitsgrenze in Höhe von 633,00 Euro gilt für geringfügig entlohnte Beschäftigte auch für die beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Damit ist bis zu einem Verdienst in dieser Höhe in der geringfügig entlohnten Beschäftigung ab dem 1. Januar 2027 eine beitragsfreie Familienversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse möglich.